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Mo.26Jan.202617:30Puschkino Halle
Ungesehen! – Über Zwangsprostitution, queere Menschen, kulturelle Ideale, eine couragierte Stadt und einen Road Trip zur eigenen Geschichte
Die aktuellen Produktionen der Filmreihe STOLPERSTEINE - Filme gegen das Vergessen richten den Blick auf Geschichte(n), die bisher im Schatten der Erinnerungskultur stehen. Sie erzählen, wie die Nazis Frauen im KZ Buchenwald zur Prostitution gezwungen haben und von Kurt Koch aus Halle, dessen Stimme als homosexueller Mann bisher ungehört ist. Die Produktionen begleiten Michal Saar Bleiweiß auf ihrer Reise von Israel nach Halle, wo ein Stolperstein für ihren Vater Manfred Katz verlegt wird, und fragen mit Tanya Yael Raab, wie antisemitische Körpernormen bis heute Schönheitsideale und Selbstoptimierung prägen. Ein weiterer Film dokumentiert die Angriffe auf die Stolpersteine in Zeitz und zeigt die Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt.
Am 26.01.2026 feiert der Master Multimedia und Autorschaft (MMA) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle sowie dem Puschkino die Premiere von fünf Dokumentarfilmen aus der Filmreihe Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen.
Mit anschließendem Filmgespräch
PROTOKOLLIERT, BENUTZT, VERGESSEN: ZWANGSPROSTITUTION IN KONZENTRATIONSLAGERN
Autorinnen: Carolin Körber, Lea Büttner
Der Film beleuchtet ein verdrängtes Kapitel der NS-Geschichte: die systematische Zwangsprostitution in Lagerbordellen. Anhand der fragmentarischen Erzählungen von Zeitzeuginnen wird sichtbar, was lange im Schatten stand – und bis heute nicht aufgearbeitet ist.DIE NASE ALS ZEICHEN DES ANDEREN
Autorinnen: Johanna Pichler, Allegra Wendemuth, Charlotte Bock, Nele Störmer
Von der plastischen Chirurgie im frühen 20. Jahrhundert bis zu TikTok-Trends heute: Der Film zeigt, wie antisemitische Schönheitsnormen sich durch die Jahrhunderte ziehen und bis in die Gegenwart hinein Körper und Selbstbilder prägen.KURT KOCH UND DER ROSA WINKEL
Autorinnen: Kio Weck, Marianna Mertens
Kurt Koch aus Halle überlebt die NS-Verfolgung als homosexueller Mann – doch seine Stimme wurde nie gehört. Der Film erzählt von der systematischen Unterdrückung queerer Menschen und dem jahrzehntelangen Schweigen darüber.GESTOHLENES GEDENKEN: STOLPERSTEINE IN ZEITZ
AutorInnen: Babett Gumbrecht, Felix Jakobs, Erik Peuker, Clemens T. Kral, Nicole Scheermann
Zeitz, Oktober 2024: Alle Stolpersteine der Stadt werden gestohlen. Januar 2025: Die neu verlegten Steine werden beschädigt. Der Film dokumentiert Angriffe auf das Gedenken und die beeindruckende Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt.DER WEG ZURÜCK AutorInnen: Louis Auvray, Oscar Krimm, Annika Seiferlein Michal Saar Bleiweiß begibt sich auf die Spuren ihres Vaters Manfred Katz, der in Halle aufwächst und den Holocaust überlebt. Die Reise führt von Israel über Prag und Theresienstadt zurück nach Halle: eine persönliche Auseinandersetzung der zweiten Generation mit den Verbrechen an ihrer Familie.
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Do.12Feb.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Fr.06März202615 UhrMaybachstraße 2 und Feuerbachstraße 74
Am Freitag, 6. März 2026 werden zwei neue STOLPERSTEINE in Halle verlegt.
15 Uhr
Maybachstraße 2In der Maybachstraße 2 wohnte Hans Ney. 1913 in Halberstadt geboren, arbeitete Hans Ney als Kraftfahrer und Schweißer. Er wurde im April 1938 im Zuge der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht und am 21. Mai 1938 wieder entlassen. Danach lebte er in Berlin und München, wo er 1942 erneut verhaftet und am 3. April 1942 „nach Osten“ in das Ghetto Piaski deportiert wurde, hier verliert sich seine Spur. Vor seinem Wohnhaus in Halle, wo schon ein Stolperstein für seine Mutter Elise Ney liegt, wird im Beisein von Familienmitgliedern aus den USA, England und Deutschland ein Stein für ihn verlegt.
Patenschaft: Dirk Hamm
Biographie: https://www.zeit-geschichten.de/start-2/themen/nationalsozialismus-in-halle/stolpersteine-in-halle/verlegte-und-geplante-steine/maybachstrasse-2/15:45 Uhr
Feuerbachstraße 74In der Feuerbachstraße 74 liegen bereits drei Stolpersteine für Nathan Frankenberg sowie dessen Sohn Siegfried und Schwiegertochter Herta Frankenberg. Auf Wunsch und im Beisein von Familienmitgliedern aus den USA, England und Deutschland wird ein Stolperstein für Minna Frankenberg verlegt. Sie wurde 1942 mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert und kehrte als einzige ihrer Familie lebend nach Halle zurück, wo sie auch ihre letzten Lebensjahre verbachte.
Patenschaft: Mylene Meyer
Biographie: https://www.zeit-geschichten.de/start-2/themen/nationalsozialismus-in-halle/stolpersteine-in-halle/verlegte-und-geplante-steine/feuerbachstrasse-74/ -
Do.12März202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.12März20269 UhrNeumarktstraße 3 und Große Märkerstraße 6
Am Donnerstag, 12. März werden sechs neue STOLPERSTEINE in Halle verlegt:
9 Uhr
Neumarktstraße 3In der Neumarktstraße 3 liegen bereits drei Stolpersteine für Familie Kessler. Inzwischen wurde ermittelt, dass Familie Kessler drei weitere Kinder hatte, die ebenfalls in Auschwitz ermordet wurden. Daher verlegen wir hier drei zusätzliche Stolpersteine für Berthold (*1935), Maria(*1936) und Rosa Kessler (*1939).
Patenschaften: Elisabeth-GymnasiumBiographie zur Familie Kessler:
https://www.zeit-geschichten.de/start-2/themen/nationalsozialismus-in-halle/stolpersteine-in-halle/verlegte-und-geplante-steine/neumarktstrasse-3/
9:30 Uhr
Große Märkerstraße 6In der Großen Märkerstraße 6 wohnten Otto, Frieda und Ellinor Avemarg. Aufgrund seiner Mitgliedschaft in der SPD und der Ehe mit einer Jüdin verlor Otto Avemarg 1933 seine Arbeit als Polizist und wurde auf verschiedene Weise bestraft. 1939 floh die Familie nach Belgien. Otto wurde mehrfach interniert, während der deutschen Besatzung Belgiens versorgte er durch seine Arbeit die Familie und sicherte so das Überleben von Frau und Kind. Zudem versteckte er seine Schwägerin und Schwiegermutter und rettete damit ihr Leben.
Patenschaft: Förderverein der Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt, SPD Halle, Familie Christoph SeidlerBiographie zur Familie Avemarg:
https://www.zeit-geschichten.de/start-2/themen/nationalsozialismus-in-halle/stolpersteine-in-halle/verlegte-und-geplante-steine/grosse-maerkerstrasse-6/
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Do.09Apr.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Di.21Apr.2026Mi.22Apr.2026Am 21. und 22. April 2026 werden in Halle 16 neue Stolpersteine verlegt. Dafür reisen insgesamt 26 Nachfahren von drei Familien aus Argentinien, den USA und London an. Ihre Vorfahren, für die wir die Stolpersteine verlegen, waren freundschaftlich eng miteinander verbunden. Bis heute halten sie Kontakt und wollen daher gemeinsam an den nun stattfindenden Stolpersteinverlegungen teilnehmen. Diese sind öffentlich, jeder kann teilnehmen.
Die Familien werden während ihres Besuchs in Halle die Wohn- und Wirkstätten ihrer Vorfahren aufsuchen sowie mit Schulklassen ins Gespräch kommen.Die Verlegungen finden wie folgt statt:
Dienstag, 21.4.11.00 Uhr Leipziger Straße 101Stolpersteine für Hubert Totzke und Lina Totzke (geb. Plaut)
Lina und Hubert Totzke (beide mittig) an der Ostsee
Hubert Totzke wurde 1907 in Halle geboren. Er folgte dem Beruf seines Vaters und wurde Zahnarzt mit eigener Niederlassung ab 1934 in Halle in der Leipziger Straße 101. Er konvertierte 1929 zum Judentum. 1932 heiratete er Lina Plaut (*1906 in Bad Hersfeld), die aus einer jüdisch orthodoxen Familie stammte. Nach ihrem Schulabschluss betrieb Lina Plaut mit ihrer Schwester einen Schuhladen in Bad Hersfeld. Hubert Totzke arbeitete als Zahnarzt in Bad Hersfeld, wo Lina Plaut seine Patientin war. Die beiden verliebten sich, heirateten und zogen nach Halle.
Im Zuge der Reichspogromnacht im November 1938 wurde Hubert Totzke festgenommen und in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht. An den Folgen der dortigen Misshandlungen litt er sein Leben lang. Das Ehepaar floh im Januar 1939 nach Shanghai. Bereits 1940 gelang es ihnen, in die USA auszuwandern, wo ihre Kinder Roy und Karin geboren wurden. 1993 verstarb Herbert Hubert, wie sich Hubert Totzke später nannte, in den USA. Seine Ehefrau Lina Hubert verstarb 2001 ebenfalls in den USA.
Patenschaften für beide Stolpersteine: Gemeinschaftsschule "August Hermann Francke"
Mittwoch, 22.4.9.30 Uhr Delitzscher Straße 22Stolpersteine für Moses Fried, Bella Fried (geb. Mainzer) und ihren Sohn Erich Fried mit seiner Frau Gerda Fried (geb. Huth)
Moritz und Bella Fried

Erich und Gerda Fried

Joseph Frank Viehhandlung in der Delitzscher Straße 22
Bella Fried wurde 1877 in Bad Kissingen geboren. Mit ihrem Ehemann Moritz Mosche Fried (*1871 in Ebelsbach) lebte sie in Halle, wo Moritz Fried Mitinhaber der Viehhandlung Joseph Frank war. Das Geschäft befand sich in der Delitzscher Straße 22, wo die Familie Fried viele Jahre wohnte. Später zogen auch ihre Geschwister Ernestine Frank und Hugo Mainzer mit ihren Familien nach Halle. Das Ehepaar Fried bekam zwei Kinder: 1902 wurde Tochter Hildegard in Halle geboren, 1908 folgte Sohn Erich.Nachdem die Nazis die Familie zur Auflösung der Firma und zum Verkauf der Grundstücke zwangen, flohen Moritz und Bella Fried nach Neuseeland. Dort starb Moritz Fried 1940. Drei Jahre später verstarb auch Bella Fried in Neuseeland.Sohn Erich floh gemeinsam mit seiner ebenfalls aus Halle stammenden Frau Gerda Huth über Umwege zu seinen Eltern nach Neuseeland. Gerda Fried starb 1977, Erich Fried 1981 in Neuseeland.Tochter Hildegard lebte damals in Berlin, von wo aus sie ebenfalls nach Neuseeland floh. Dort starb sie 1987.Patenschaft für den Stolperstein für Bella Fried: Marlen Ködelpeter. Weitere Patenschaften noch möglich.
Mittwoch, 22.4.10.00 Uhr Magdeburger Straße 30Stolpersteine für Ernestine Frank (geb. Mainzer) sowie für Hugo Mainzer, Hertha Mainzer (geb. Cohn) und ihre Kinder Ludwig, Martin und Elisabeth (verh. Moos)
Ernestine Frank
Ernestine Mainzer (*1875 in Bad Kissingen) und ihr Ehemann Moses Frank hatten drei Kinder: Martin, Richard und Else. Die Familie lebte zunächst in Bad Kissingen. 1912 zogen sie nach Halle, wo Moses Frank in der Viehhandlung seiner Schwäger Hugo Mainzer und Moses Fried arbeitete. Sohn Martin diente als deutscher Soldat im Ersten Weltkrieg. Er erlag 1916 seinen Verletzungen in einem Lazarett in Magdeburg.
Vergeblich versuchte das Paar aus Deutschland zu fliehen. 1940 starb Moses Frank in Halle nach schwerer Krankheit. Ernestine Frank wurde am 19.9.1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie ein Jahr später, am 17. September 1943, starb.Sohn Richard Frank emigrierte in die USA. Tochter Else Frank heiratete den Bauhaus-Absolventen Hans (Chanan) Frenkel und ging mit ihm 1933 nach Palästina (heute Israel). Als Architekt war er u.a. am Aufbau des Kibbuz Givʿat Brenner in der Nähe von Tel Aviv beteiligt.Patenschaft: Ehepaar Hanewinkel.
V.l.n.r. Ludwig, Martin, Herta, Elisabeth und Hugo Mainzer, ca. 1936
Hugo Mainzer (*1881 in Bad Kissingen), Bruder von Ernestine Frank (geb. Mainzer) und Bella Fried (geb. Mainzer), kam um die Jahrhundertwende nach Halle. Er arbeitete hier für die Viehhandlung Joseph Frank, deren Inhaber er später gemeinsam mit seinem Schwager Moses Fried wurde.
1914 heiratete er Hertha Cohn (*1895), deren Vorfahr Assur Marx als Begründer der jüdischen Gemeinde in der Frühen Neuzeit in Halle gilt. Das Paar hatte drei Kinder: Martin (*1915), Ludwig (*1917) und Elisabeth (*1922). Im Ersten Weltkrieg diente Hugo Mainzer als deutscher Soldat. Er engagierte sich sehr in der Jüdischen Gemeinde, deren Vorsitzender er für viele Jahre bis zu seiner Auswanderung 1939 war, und in vielen jüdischen Vereinigungen.
Sohn Martin sowie Neffe Erich Fried stiegen in den 1930ern ebenfalls geschäftlich in die Viehhandlung ein. Sie sollten es einmal übernehmen. Doch dazu kam es nicht, denn 1938 wurden sie von den Nazis gezwungen, das Geschäft aufzulösen. Während der Reichspogromnacht im November 1938 wurde Hugo Mainzer verhaftet und in das KZ Buchenwald gebracht. Am 1. Dezember 1938 kam er wieder frei.
Ludwig Mainzer wanderte schon 1936 in die USA aus. Bruder Martin folgte ihm 1938. Es gelang ihnen jedoch nicht, ihre Eltern und Schwester zu sich in die USA zu holen. Mit der Hilfe von Ernst Moos, einem sehr guten Freund von Martin Mainzer, gelang die Flucht nach Uruguay. Elisabeth erkrankte 1942. Sie heiratete Ernst Moos und beide gingen nach Argentinien. Dort verstarb Elisabeth 1944.
Hugo und Herta Mainzer konnten 1941 zu ihren Söhnen Martin und Ludwig in die USA einreisen. Hugo Mainzer starb dort 1960, Hertha Mainzer 1967 und die Söhne Martin und Ludwig starben beide 1991.
Patenschaften: IGS Am Steintor (1 Stein), IGS Am Planetarium (2 Steine) und BbS III J.C. v. Dreyhaupt (1 Stein). Eine weitere Patenschaft ist möglich.
Mittwoch, 22.4.11.00 Uhr Friedenstraße 7/8Ernst Moos, Käthie Cerf (geb. Friedländer, verw. Moos), Otto Cerf und Ursula Cerf (verh. Heine)
Ernst Moos (1918-2001)
Käthie Cerf wurde 1894 in Halle geboren. Ihr Ehemann Ernst Moos (* 1878 in Hechingen) fiel 1918 als deutscher Soldat im Ersten Weltkrieg. Da war Käthie gerade mit dem gemeinsamen Sohn Ernst Moos schwanger. Sie zog mit ihrem Sohn zurück zu ihrer Familie nach Halle. Dort heiratete sie 1920 Otto Cerf (* 1892 in Halle), der Miteigentümer des Kaufhaus Löwendahl (Damenbekleidung) war. 1921 wurde die gemeinsame Tochter Ursula geboren. Die Familie lebte in der Friedenstraße 7/8.1938 floh Ernst Moos nach Buenos Aires (Argentinien) und holte seine Familie 1939 dorthin nach. Mit ihnen kam Elisabeth Mainzer, seine spätere Ehefrau, mit ihren Eltern Hugo und Herta Mainzer. Elisabeth war die Schwester von Ernst Moos‘ sehr gutem Freund Martin Mainzer und wurde eine gute Freundin von Ursula Cerf. Als Elisabeth erkrankte, heirateten sie und und Ernst Moos. 1944, zwei Jahre später, verstarb Elisabeth dort.Ernst Moos heiratete 1945 erneut. Mit Lore Koppel bekam er zwei Kinder. Er starb 2001 in Buenos Aires. Dort starben auch Otto Cerf (1959), Käthie Cerf (1971) und Ursula Cerf, verheiratete Heine (2015).
Patenschaften: Saaleschule für (H)alle (3 Steine) und Giebichenstein-Gymnasium "Thomas Müntzer" (1 Stein). -
Do.21Mai202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.11Juni202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.09Juli202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.13Aug.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.10Sep.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.08Okt.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
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oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.12Nov.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
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Do.10Dez.202611 - 17 UhrZeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle/Saale („Kulturinsel“) Tram-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße
Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Die Gesprächstermine werden von der Behörde des Beauftragten
des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur vergeben:
unter Telefon 0391 / 560 - 15 01
oder per Fax 0391 / 560 - 15 20Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:
- zu Unrecht Inhaftierte,
- Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,
- Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,
- Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,
- Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,
- Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten.
Es können Anträge auf Einsicht in die Stasi-Akten gestellt werden. Hierzu ist der Personalausweis vorzulegen.
Weiterhin erfolgt eine Beratung zu
- Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung) (Antragsfrist aufgehoben)
- monatlichen Zuwendung („Opferrente“) (Mindesthaftzeit auf 90 Tage reduziert)
- Kinderheimen (Vermutungsregelung zu Spezialheimen eingeführt)
- Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung
Auch Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS können sich beraten lassen.
