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  • Geführter Spaziergang zur Kleinen Klausstraße 16 (ehemals Venerologische Station, sog. „Tripperburg“)

Geführter Spaziergang zur Kleinen Klausstraße 16 (ehemals Venerologische Station, sog. „Tripperburg“)

13. Juli 2026

Ein Projekt von Studenten der  Kunsthochschule Burg Giebichenstein, sie laden ein zum „Spaziergang des solidarischen Erinnerns“.
Der Zeit-Geschichte(n) e.V. hatte das Seminar fachlich begleitet.

Hier der Einladungstext der Studenten:

Lauft mit uns zur Kleinen Klausstraße 16 (ehemals Venerologische Station, sog. „Tripperburg“).

lebendig
in Beziehung setzen
archivieren
fordern
Gewaltgeschichten verknüpfen
zuhören
körperlich
world building
spüren
Selbstbestimmung
Agency (wieder)herstellen

…

Welches Potential bieten Erinnerungsorte als Ort des Empowerments und Zusammenkommens? Wie kann Design dazu beitragen, einen Ort ins kollektive Gedächtnis einer Stadt einzuschreiben und Räume des Austauschs und der Ermächtigung zu gestalten? Wie kann ein betroffenenzentriertes Gedenken aussehen? Diese Fragen haben uns im Kurs »Erinnern ermächtigend gestalten: Die Kleine Klausstraße 16« beschäftigt.

Mitten in Halles Innenstadt befand sich in der DDR eine sogenannte venerologische Station, in die Frauen und Mädchen ohne medizinische Notwendigkeit zwangseingewiesen wurden und gynäkologische Gewalt erfahren haben. Die ehemalige venerologische Station in Halle liegt zwar mitten in der Innenstadt, aber dennoch ist die Geschichte dieses Ortes noch immer bei Vielen unbekannt, obwohl es in den letzten Jahren in Forschung und Presse mehr Aufmerksamkeit dafür gab. Viele der Frauen und Mädchen, die in solche Stationen in der DDR zwangseingewiesen wurden, schweigen bis heute. Die Scham, welche in den Stationen als strategisches Werkzeug gegen Frauen zur Kontrolle benutzt wurde und viele Betroffenen bis heute begleitet, sorgt dafür, dass die Gewalt unsichtbar bleibt.

Der Scham entgegen

Wir wollen diesen Ort des Unrechts auch aus queer feministischer Perspektive betrachten und gemeinsam in Form eines Spaziergangs von der Jahresausstellung aus besuchen. Im Kurs wurden kreative Ansätze und kleine Interventionen der Sichtbarkeit und Solidarität ausgearbeitet, die wir vor Ort erproben werden. Für die historische Verortung sorgen außerdem ein Input von Katharina Eger (Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin an der Professur für Zeitgeschichte der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg) und eine kurze Lesung der Künstlerin Liane Pförtner.

Kontakt

Zeit-Geschichte(n) –
Verein für erlebte Geschichte e.V.
Große Ulrichstraße 51
06108 Halle (Saale)
TEL 0345 20360-40
post@zeit-geschichten.de

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vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale)

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