Danke für Ihre Hilfe!

 

303 Stolpersteine sind bereits verlegt. Wir danken für das Engagement der Spender und Unterstützer!

Weitere Steine können noch verlegt werden. Die Spende für einen Stein (für Planung, Fertigung der Messingplatte mit Betonguss und Verlegen) beträgt je 120 EUR. Aber auch viele kleine Spenden ergeben einen Stein!
Sie können eine Spende dem Projekt allgemein zukommen lassen oder sie einer bestimmten Person und deren Stolperstein widmen. Eine Übersicht offener Patenschaften finden Sie unten auf dieser Seite. Bitte nehmen Sie hierzu mit uns Kontakt auf.

Spendenüberweisungen
bitte auf das Konto:

Zeit-Geschichte(n) e.V. Verein für erlebte Geschichte
Saalesparkasse Halle
IBAN: DE26 8005 3762 0389 0605 59

Verwendungszweck: „Stolpersteine“
Bitte geben Sie Ihren Namen und Adresse für die Spendenquittung an.


Kommende Verlegungen


Die nächsten Verlegungen finden am 6. und 12. März 2026 sowie am 22. April 2026 statt.
Die Verlegungen dauern jeweils etwa 20 Minuten. Biographien zu den einzelnen Stolpersteinen werden u.a. an dieser Stelle vor der Verlegung veröffentlicht.

Wenn Sie über kommende Verlegungen informiert werden wollen, schreiben Sie uns gern eine E-Mail.

 
Verlegungen am Freitag, 6. März 2026

15 Uhr
Maybachstraße 2
In der Maybachstraße 2 wohnte Hans Ney. 1913 in Halberstadt geboren, arbeitete Hans Ney in Halle als Kraftfahrer. Er wurde im April 1938 im Zuge der Aktion „Arbeitsscheu Reich“ in das Konzentrationslager Buchenwald gebracht und am 21. Mai 1938 wieder entlassen. Danach lebte er in Berlin und München, wo er sich um seine Ausreise bemühte. In München, wo er an eine Umschulung zum Schweißer  machte, lernte er Anneliese Treumann kennen und lieben. Beide wurden 1942 - mit vielen anderen Juden aus Bayern - am 3. April 1942 „nach Osten“ in das Ghetto Piaski deportiert. Hier verliert sich seine Spur. Anneliese schrieb noch aus dem Ghetto an ihre Großmutter, dass Hans uns sie heiraten wollen. Auch Annelieses Spur verliert sich dort.
Vor seinem Wohnhaus in Halle, wo schon ein Stolperstein für seine Mutter Elise Ney liegt, wird im Beisein von Familienmitgliedern aus England, der Schweiz und Deutschland ein Stein für ihn verlegt.
Die Patenschaft ist noch nicht vergeben.

15:45 Uhr
Feuerbachstraße 74
In der Feuerbachstraße 74 liegen bereits drei Stolpersteine für Nathan Frankenberg sowie dessen Sohn Siegfried und Schwiegertochter Herta Frankenberg. Auf Wunsch und im Beisein von Familienmitgliedern aus England, der Schweiz und Deutschland wird am 6. März ein Stolperstein für Minna Frankenberg verlegt. Sie wurde 1942 mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert und im Mai 1945 befreit. Sie kehrte als einzige ihrer Familie lebend nach Halle zurück, wo sie auch ihre letzten Lebensjahre verbachte.
Patenschaft: Mylene Meier

 

Verlegungen am Donnerstag, 12. März 2026

9 Uhr
Neumarktstraße 3
In der Neumarktstraße 3 liegen bereits drei Stolpersteine für Familie Kessler. Inzwischen wurde ermittelt, dass Familie Kessler drei weitere Kinder hatte, die ebenfalls in Auschwitz ermordet wurden. Daher verlegen wir hier drei zusätzliche Stolpersteine für Berthold (*1935), Maria(*1936) und Rosa Kessler (*1939).
Die drei Patenschaften sind noch zu vergeben. 

9:30 Uhr
Große Märkerstraße 6
In der Großen Märkerstraße 6 wohnten Otto, Frieda und Ellinor Avemarg. Aufgrund seiner Mitgliedschaft in der SPD und der Ehe mit einer Jüdin verlor Otto Avemarg 1933 seine Arbeit als Polizist und wurde auf verschiedene Weise bestraft. 1939 floh die Familie nach Belgien. Otto wurde mehrfach interniert, während der deutschen Besatzung Belgiens versorgte er durch seine Arbeit die Familie und sicherte so das Überleben von Frau und Kind. Zudem versteckte er seine Schwägerin und Schwiegermutter und rettete damit ihr Leben.
Patenschaft: Förderverein der Gewerkschaft der Polizei Sachsen-Anhalt, SPD Halle, Familie Christoph Seidler

Geplante Steine mit offenen Patenschaften

Verlegung am 22. April 2026

Für Ernestine Frank (geb. Mainzer) in der Rudolf-Breitscheid-Straße
Ernestine Frank wurde 1875 in Bad Kissingen geboren. Mit ihrem Ehemann Moses Frank lebte sie in Halle, wo ihre drei Kinder geboren wurden. Ihr erster Sohn Martin fiel als deutscher Soldat im Ersten Weltkrieg. Moses Frank starb 1940. Während Ernestine Franks Kindern die Ausreise gelang, blieben ihre Bemühungen vergebens. Sie wurde 1942 in das Konzentrationslager Theresienstadt deportiert, wo sie ein Jahr später starb.

Moses Fried, Bella Fried, Erich Fried, Gerda Fried geb. Huth (Magdeburger Straße)

Hugo Mainzer, Hertha Mainzer geb. Cohn, Martin Mainzer, Ludwig Mainzer, Elisabeth Mainzer (Magdeburger Straße)

Hubert Totzke, Lina Totzke geb. Plaut (Leipziger Straße 16)

Otto Cerf, Käthe Cerf geb. Friedländer, Ursula Cerf (Friedenstraße 7/8)



STOLPERSTEINE in Bruckdorf für
Jacob und Rivka Diamant sowie ihre Söhne Elias und Moritz. Das Ehepaar wurde im Herbst 1938 nach Polen abgeschoben und kam im Ghetto Chmielnik ums Leben. Den Söhnen gelang die Auswanderung nach Palästina.
Brejndel und Zajnwel  Wigdorowicz und ihre Töchter Anne, Ella, Leny und Emma. Die ganze Familie wurde 1938 nach Polen abgeschoben. Den Töchtern gelang von dort die Flucht nach England und Palästina. Die Eltern wurden im Konzentrationslager Auschwitz ermordet.
Die Verlegung ist frühestens für 2027 geplant.


Die Liste wird weiter ergänzt


Der Künstler Gunter Demnig bei der Stolpersteinverlegung in Halle-Dölau 2023