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Premiere der neuen Stolpersteine – Filme

8. Januar 2026

Ungesehen! – Über Zwangsprostitution, queere Menschen, kulturelle Ideale, eine couragierte Stadt und einen Road Trip zur eigenen Geschichte

Die aktuellen Produktionen der Filmreihe STOLPERSTEINE – Filme gegen das Vergessen richten den Blick auf Geschichte(n), die bisher im Schatten der Erinnerungskultur stehen. Sie erzählen, wie die Nazis Frauen im KZ Buchenwald zur Prostitution gezwungen haben und von Kurt Koch aus Halle, dessen Stimme als homosexueller Mann bisher ungehört ist. Die Produktionen begleiten Michal Saar Bleiweiß auf ihrer Reise von Israel nach Halle, wo ein Stolperstein für ihren Vater Manfred Katz verlegt wird, und fragen mit Tanya Yael Raab, wie antisemitische Körpernormen bis heute Schönheitsideale und Selbstoptimierung prägen. Ein weiterer Film dokumentiert die Angriffe auf die Stolpersteine in Zeitz und zeigt die Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt.

Am 26.01.2026 feiert der Master Multimedia und Autorschaft (MMA) in Kooperation mit dem Stadtmuseum Halle sowie dem Puschkino die Premiere von fünf Dokumentarfilmen aus der Filmreihe Stolpersteine – Filme gegen das Vergessen.

Mit anschließendem Filmgespräch

PROTOKOLLIERT, BENUTZT, VERGESSEN: ZWANGSPROSTITUTION IN KONZENTRATIONSLAGERN
Autorinnen: Carolin Körber, Lea Büttner
Der Film beleuchtet ein verdrängtes Kapitel der NS-Geschichte: die systematische Zwangsprostitution in Lagerbordellen. Anhand der fragmentarischen Erzählungen von Zeitzeuginnen wird sichtbar, was lange im Schatten stand – und bis heute nicht aufgearbeitet ist.

DIE NASE ALS ZEICHEN DES ANDEREN
Autorinnen: Johanna Pichler, Allegra Wendemuth, Charlotte Bock, Nele Störmer
Von der plastischen Chirurgie im frühen 20. Jahrhundert bis zu TikTok-Trends heute: Der Film zeigt, wie antisemitische Schönheitsnormen sich durch die Jahrhunderte ziehen und bis in die Gegenwart hinein Körper und Selbstbilder prägen.

KURT KOCH UND DER ROSA WINKEL
Autorinnen: Kio Weck, Marianna Mertens
Kurt Koch aus Halle überlebt die NS-Verfolgung als homosexueller Mann – doch seine Stimme wurde nie gehört. Der Film erzählt von der systematischen Unterdrückung queerer Menschen und dem jahrzehntelangen Schweigen darüber.

GESTOHLENES GEDENKEN: STOLPERSTEINE IN ZEITZ
AutorInnen: Babett Gumbrecht, Felix Jakobs, Erik Peuker, Clemens T. Kral, Nicole Scheermann
Zeitz, Oktober 2024: Alle Stolpersteine der Stadt werden gestohlen. Januar 2025: Die neu verlegten Steine werden beschädigt. Der Film dokumentiert Angriffe auf das Gedenken und die beeindruckende Zivilcourage einer Stadt, die sich wehrt.

DER WEG ZURÜCK AutorInnen: Louis Auvray, Oscar Krimm, Annika Seiferlein Michal Saar Bleiweiß begibt sich auf die Spuren ihres Vaters Manfred Katz, der in Halle aufwächst und den Holocaust überlebt. Die Reise führt von Israel über Prag und Theresienstadt zurück nach Halle: eine persönliche Auseinandersetzung der zweiten Generation mit den Verbrechen an ihrer Familie.

Kontakt

Zeit-Geschichte(n) –
Verein für erlebte Geschichte e.V.
Große Ulrichstraße 51
06108 Halle (Saale)
TEL 0345 20360-40
post@zeit-geschichten.de

www.facebook.com/erlebteGeschichte

Gefördert

vom Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt und der Stadt Halle (Saale)

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