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Magdeburg, 27. September 2004
Stellungnahme der PDS-Landtagsfraktion
PDS: Keine Ehrung von Kriegsverbrechern - Gedenkstätte
in Halle muss geschlossen werden
Die PDS-Fraktion im Landtag von Sachsen-Anhalt fordert
die Schließung der Gedenkstätte in Halle für 117
in Torgau verurteilte Kriegsverbrecher des Naziregimes. Die PDS
unterstützt ausdrücklich die Position des Interessenverbandes
ehemaliger Teilnehmer am antifaschistischen Widerstand, Verfolgter
des Naziregimes und Hinterbliebener (IVVdN), der seit Monaten diese
Forderungen stellt.
Nachweislich sind der Großteil dieser 117 Personen
rechtskräftig verurteilte Kriegsverbrecher des Naziregimes.
Im letzten Jahr wurden 117 Urnen nach Halle umgebettet. Es wurde
ein Ehrenhain eingerichtet. Vor kurzem hat nunmehr die Stadt Halle
reagiert und als erste Maßnahme eine Gedenktafel abgehängt.
Das begrüßt die PDS ausdrücklich als einen ersten
Schritt.
Nunmehr ist es an der Zeit, dass der Ehrenhain geschlossen
wird. Es kann nicht sein, dass 60 Jahre nach der Befreiung Deutschlands
vom Hitlerfaschismus Nazischergen in Form eines Ehrenhains gedacht
wird. In der Tat: Auch Kriegsverbrecher haben ein Recht auf Totenruhe.
Diese muss aber nicht durch einen Ehrenhain gewährleistet werden.
Damit wird die Geschichte auf den Kopf gestellt.
Einen solchen Revisionismus lehnt die PDS entschieden
ab. Deshalb fordert die PDS die Stadt Halle auf, unverzüglich
den Ehrenhain zu schließen.
Magdeburg, den 27 September 2004
Matthias Gärtner
innenpolitischer Sprecher
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