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9. juni - 26. august 2016 Halle/saale

Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), Am Kirchtor 20 b
Dienstag – Freitag 10:00 bis 16:00 Uhr
Jedes erste Wochenende im Monat 10:00 bis 17:00 Uhr
Eintritt frei

Prison S-21“ - das Foltergefängnis der Roten Khmer in Kambodscha
Fotoausstellung von Thomas  M e i n i c k e

Man schätzt, dass im kommunistischen Kambodscha in den 1970er Jahren insgesamt über zwei Millionen Menschen von den „Roten Khmer“ ermordet wurden. Dieser Genozid an der eigenen Bevölkerung zählt zu den grausamsten Ereignissen in der Menschheitsgeschichte. In einem ehemaligen Schulgebäude in Phnom Penh wurde das Gefängnis „S-21“ installiert - aus Klassenräumen wurden Zellen und Folterkammern. 1975 bis 1979 ließen die Roten Khmer hier zwischen 14.000 und 20.000 Menschen aus allen Teilen Kambodschas ermorden. Heute befindet sich in den Räumen das  Tuol-Sleng-Genozid-Museum. Der Fotograf Thomas Meinicke hat den Ort besucht und fotografiert.

Thomas Meinicke
geb. 1977 in Merseburg, arbeitet seit 2004 als freischaffender Fotograf in Leipzig

 

freitag, 17. juni 2016 Halle/saale

16 UHR

Gedenkveranstaltung mit Kranzniederlegung zum 17.Juni 1953
Ort: Innenhof der Gedenkstätte „ROTER OCHSE“, Am Kirchtor 20
(Die Veranstaltung ist mit einer Bestuhlung versehen.)

Kooperationsveranstaltung der Stadt Halle, der Gedenkstätte ROTER OCHSE Halle (Saale), der LStU, des BStU (Außenstelle Halle), des Zeit-Geschichte(n) e.V. Halle sowie der Vereinigung der Opfer des Stalinismus e.V. Sachsen-Anhalt (VOS).

19 UHR 

1976 – Selbstverbrennung von Oskar Brüsewitz. Schock und Krise für Staat und Kirche
Ort: Gemeindesaal der Paulusgemeinde in Halle, 06114 Halle (Saale), Robert-Blum-Str. 11

Podiumsgespräch mit Zeitzeugen
Moderation: Prof. Dr. Claudia Lepp, Leiterin der Münchner Forschungsstelle für kirchliche Zeitgeschichte

Die Selbstverbrennung von Pfarrer Oskar Brüsewitz im Sommer 1976 löste Proteste auch gegen die ev. Kirchenleitung aus. Bischof Werner Krusche schrieb in seinem Bischofsbericht zur Herbstsynode 1976: „Da die KL [Kirchenleitung] sich nicht in der Lage sah, allen Einsendern von Briefen eine individuelle Antwort zu geben, es aber auch nicht für ausreichend hielt, ihnen lediglich die Stellungnahmen der KL und der KKL [Konferenz der Evangelischen Kirchenleitungen, das Leitungsorgan des Kirchenbundes] zuzusenden, hat sie allen Einsendern von Zuschriften das Angebot eines Gespräches gemacht…. Dieses mehr als fünfstündige Gespräch, zu dem etwa 100 Personen erschienen waren, fand am 4.10. in Halle statt.“
Am Ort dieses Gespräches, im Gemeindesaal der Paulusgemeinde, soll nun an diese Aussprache erinnert werden.

Eine Veranstaltung des Vereins für Kirchengeschichte der Kirchenprovinz Sachsen.


donnerstag, 23. juni 2016 Halle/saale, 18 Uhr Zeit-Geschichte(n) e.V., Große Ulrichstraße 51 (Eingang Schulstraße)

Zigeuner, Sinti, Roma? Wer wurde Opfer des Holocaust? Und wer lebt heute in unserer Stadt?

Informationsabend mit Propst Dr. Johann  S c h n e i d e r

Die nächste Verlegung von STOLPERSTEINEN ist für den 17.November 2016 geplant.
Diesmal soll sie ausschließlich den Menschen gewidmet werden, die aus Halle ins „Zigeunerlager“ von Auschwitz deportiert und dort ermordet wurden, darunter sieben Babys, die nur wenige Monate zuvor in den halleschen Universitätsklinik geboren wurden.
Wer waren diese Menschen? Wie und wo haben sie gelebt? Waren sie Sinti? Roma? Oder haben sie sich Zigeuner genannt? Über ihre damaligen Lebensumstände kann man weder im Stadtmuseum, noch im Stadtarchiv Näheres erfahren.

Und wie ist es mit denen, die seit einiger Zeit die hallesche Innenstadt und die Kircheneingänge als Bettler bevölkern oder in Neustadt oder der Silberhöhe ein Schrottgewerbe angemeldet haben? Sie verstehen unsere Sprache nicht und wir nicht die ihre.

Können wir der Ermordeten gedenken und die Lebenden ignorieren? Sollte man sie in das Holocaust-Gedenken einbeziehen? Möchten sie das überhaupt? Was kann man im Umgang mit ihnen falsch machen? Was ist richtig und angemessen?
Alle, die sich für diese Themen interessieren und mehr wissen wollen sind herzlich eingeladen!

Zur Beantwortung dieser Fragen haben wir uns einen Kenner der Szene eingeladen:

Propst Dr. Johann Schneider

1963 geboren im siebenbürgischen Mediasch (Rumänien), lernte als Kind neben seiner Muttersprache auch rumänisch und zigeunisch, die Sprache der Roma. Später siedelte die Familie per Ausreiseantrag nach Westdeutschland über. Nach einer Lehre als Werkzeugmacher studierte Johann Schneider Theologie in Neuendettelsau, Tübingen, München, Erlangen und Rom. Später war er als Pfarrer und Dozent an der Universität Erlangen, beim Diakonischen Werk der EKD und beim Lutherischen Weltbund tätig. Im November 2011 wurde Dr. Johann Schneider von der Landessynode der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland zum Regionalbischof des Propstsprengels Halle - Wittenberg gewählt.


mittwoch, 6. juli 2016, 20 uhr

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstr. 51, 06108 Halle / Saale (Eingang Schulstraße)

Vereinsabend - offen für Interessenten
Heidi Bohley berichtet von einer erinnerungspolitischen Studienreise mit der Stiftung Aufarbeitung nach Bosnien