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DONNERSTAG/FREITAG, 3./4. NOVEMBER 2016

Halle-Forum

Einzelheiten demnächst hier


dOnnerstag, 3. NOVEMBER 2016, 11 bis 17 uhr

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstraße 51, 06108 Halle (Saale) /„Kulturinsel“
Straßenbahn-Haltestelle „neues theater“, Eingang über Schulstraße

Bürgersprechtag für Betroffene von SED-Unrecht  in Halle/Saale

Die Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt setzt die individuellen Beratungsgespräche für Bürgerinnen und Bürger fort. Da die Beratung in Einzelgesprächen erfolgt, ist eine vorherige Anmeldung erforderlich.
Die Gesprächstermine werden von der Behörde der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen vergeben:

unter Telefon 0391 / 567 - 50 51
oder per Fax   0391 / 567 - 50 60.

Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen, die bis heute in vielfältiger Weise unter verübtem Unrecht durch den SED-Staat leiden, insbesondere an:

·           zu Unrecht Inhaftierte,

·           Betroffene von Zersetzungsmaßnahmen des Staatssicherheitsdienstes,

·           Personen, die Repressalien in Beruf oder Ausbildung ausgesetzt waren,

·           Betroffene, die Eingriffe in Eigentum und Vermögen erfuhren,

·           Verschleppte und deren Angehörige sowie Hinterbliebene und Angehörige von Opfern,

·           Personen, die nach Akteneinsicht eine Retraumatisierung erlitten,

·           Angehörige von offiziellen und inoffiziellen Mitarbeitern des MfS.

Es erfolgt eine Beratung zu

·           Anträgen nach den SED-Unrechtsbereinigungsgesetzen (strafrechtliche, verwaltungsrechtliche, berufliche Rehabilitierung)

·           monatlichen Zuwendung („Opferrente“)

·           Kinderheimen

·           Anträgen nach sowjetischer Inhaftierung/Internierung.

Seit mehreren Jahren ist ein anhaltendes Interesse Betroffener an dem Gesprächsangebot zu verzeichnen, weshalb erneut mit einer regen Nachfrage nach den Gesprächsterminen gerechnet wird.

Weitere Informationen:
Landesbeauftragte für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR in Sachsen-Anhalt
Klewitzstraße 4
39112 Magdeburg,
Tel.: 03 91 / 5 67-50 51
Fax: 03 91 / 5 67-50 60
E-Mail: lstu@justiz.sachsen-anhalt.de


sonntag, 13. NOVEMBER 2016

Ausstellungseröffnung
15 Uhr - Kunstforum Halle
17 Uhr - Kunstmuseum Moritzburg

Einladung hier >>>


Wasja Götze
InMitten – am Rande
Malerei und Anderes

1941 in Altmügeln bei Oschatz in Sachsen geboren 
1962 - 1968 Studium an der Hochschule für Industrielle Formgestaltung Halle (Saale) - Burg Giebichenstein 
1969 "1.Hallesche Hofgalerie" - im eigenen Auftrag organisierte Ausstellung auf dem Grundstück der Familie Götze, Burgstr.61 - wird vorzeitig geschlossen 
1970 - 1976 Bühnenbilder und Kostüme für die Volksbühne Berlin, das Deutsches Theater Ostberlin und das Landestheater Halle 
1976 erste Personalausstellung in der Galerie Marktschlößchen Halle vorzeitig geschlossen / Unterzeichnung des Protests Berliner Künstler gegen die Biermann-Ausbürgerung
ab 1980 mehrere Ausstellungen 
1982 nach Auftritten als Liedermacher in Dresden, Bernburg und Halle Verbot und Androhung der Ausbürgerung / innere Emigration bis 1989 
1990 sechs Monate Abgeordneter im ersten frei gewählten Stadtparlament von Halle für das NEUE FORUM

Wasja Götze lebt in Halle als freischaffender Maler und zeitweiliger Fahrradmechaniker. Er gehörte in Halle (wie sein Freund Matz Griebel in Dresden) zu den originellsten / originalen Außenseitern der DDR-Gesellschaft. Er malte, schrieb Gedichte, komponierte, musizierte und agierte gegen staatlich verordnete kommunistische Engstirnigkeit. Der Erfinder der "Petersberg-Rallye" war Mittelpunkt eines lebenslustigen Freundeskreises, der allein dadurch den Argwohn der Staatsmacht auf sich zog. Seine POP-ART Bilder, die er mit Versatzstücken realsozialistischer Phänomene und persönlichen Erfahrungen kombinierte wurde von der renommierten Kunstwissenschaftlerin Ingrid Schultze in schriftlich abgelieferten IM-Berichten in Form von Bildbeschreibungen und -deutungen für die Staatssicherheit interpretiert.

Das Filmporträt "Wasja Götze - kein Held", 1997 im Auftrag des Vereins Zeit-Geschichten(n) produziert, liegt dem Ausstellungskatalog als DVD bei. Es zeigt den Künstler im privaten Umfeld sowie 1997 bei einer Veranstaltung im "neuen theater Halle". Die skurrile Kombination von Götzes Bildern und Liedern mit den Berichten von Stasi-Spitzeln und "Bildinterpretationen" promovierter SED-Kader erhellen eine Lächerlichkeit, die von den Betroffenen zwar immer schon so empfunden, aber nun endlich ohne die immanente Bedrohung uneingeschränkt genossen werden kann.

http://www.zeit-geschichten.de/th_07.htm

 

 

DONNERSTAG, 17. NOVEMBER 2016

Verlegung neuer STOLPERSTEINE

11.30 Uhr
Gedenken vor der Universitätsfrauenklinik, Magdeburgerstr.24:


HIER GEBOREN
SIEBEN KINDER
DEPORTIERT / ERMORDET
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU

REINHOLD BELLO
GEBOREN 3. MÄRZ 1941
ERMORDET 4. APRIL 1943

JOSEF BELLO 
GEBOREN 7. NOVEMBER 1940
ERMORDET  5. APRIL 1943

JOHANNES LAUENBURGER
GEBOREN 18. MÄRZ 1941
ERMORDET  18. APRIL 1943

MARIANNE GEISLER
GEBOREN 23. APRIL 1940
ERMORDET 24. APRIL 1943 

KARL BELLO
GEBOREN 9. JULI 1942
ERMORDET 1. MAI 1943

FRANZ PETERMANN
GEBOREN 13. MÄRZ 1941
ERMORDET 7. MAI 1943

MALA BELLO
GEBOREN 24. JANUAR 1942
ERMORDET  29. JULI 1943

…………………………………………………………………….


Neumarktstraße 1-3


HIER WOHNTE
MARIA PETERMANN
JG. 1923
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
ERMORDET  9.2.1944

HIER WOHNTE
FRANZ PETERMANN
JG. 1941
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
ERMORDET 7.5.1943

HIER WOHNTE
HELGA PETERMANN
JG. 1942  
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
ERMORDET 13.4.1943

HIER WOHNTE
FRANZ HUGO
JG.1920
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
ERMORDET 15.2.1944

HIER WOHNTE
THERESE KESSLER
GEB. JOCHUM
JG.1913
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
BEFREIT

HIER WOHNTE
ROSITA KESSLER
JG. 1942
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
ERMORDET 1.7.1943

HIER WOHNTE
JOSEF KESSLER
JG. 1915
DEPORTIERT 1943
ZIGEUNERLAGER
AUSCHWITZ-BIRKENAU
ERMORDET  27.12.1943

 

 

DONNERSTAG, 1. DEZEMBER 2016, 11 bis 18 UHR

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstr. 51, 06108 Halle / Saale (Eingang Schulstraße)

Persönliche Bürgerberatung
der Landesbeauftragten für Stasi-Unterlagen in Sachsen-Anhalt Birgit Neumann-Becker

Terminvereinbarung durch telefonische Voranmeldung unter 03 91 / 5 67 50 51 erwünscht:
werktags 8–15 Uhr


MITTWOCH, 7. DEZEMBER 2016, 20 UHR

Zeit-Geschichte(n) e. V. – Verein für erlebte Geschichte
Große Ulrichstr. 51, 06108 Halle / Saale (Eingang Schulstraße)

Offener Gesprächsabend für alle Interessierten!